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Chronist und Autor der Ursprungsseite der Dionysius Bruderschaft

 
 
 
 
 

Auf diesen Seiten sind die Königsplaketten und damit ein Teil der Geschichte unserer St. Dionysius-Bruderschaft zu Havixbeck dargestellt.

Zu diesem Thema findet eine Ausstellung in der Volksbank Havixbeck statt. In der Zeit ab dem 14.6.2008 können Besucher zu den normalen Öffnungszeiten der Volksbank Abbildungen der Königsplaketten auf 17 Stellwänden besichtigen.

Zur Ausstellung wurde eine begleitende Broschüre herausgegeben, die auf 120 Seiten die Königsplaketten und den geschichtlichen Zusammenhang darstellen. Zum Selbstkostenpreis von 10 Euro werden diese Broschüren nach Bedarf erstellt. Interessierte erhalten die Broschüre über die Eintragung in einer Liste in der Volksbank, oder über den Vorstand der St. Dionysius Bruderschaft Havixbeck.

Einleitung zum Thema der Ausstellung

Die Männer - Bruderschaft zum hl. Dionysius bildete sich vor sehr langer Zeit, als in ganz Europa noch die Pest wütete, zu dem Zwecke, die an dieser Krankheit verstorbenen Menschen zu beerdigen. Darum wird sie auch „Pestbruderschaft“ genannt und ist noch sehr viel älter als das hier nachgewiesene Alter von 300 Jahren. Dieses ist nur bezogen auf die in dieser Ausstellung vorhandenen Schilder der Schützenketten. Damit die auf kirchlicher Basis tätige Gruppe für die Zukunft einen Zusammenhalt erfahren sollte, wurde später als Ausgleich ein jährliches Volksfest um die Zeit Petri und Pauli veranstaltet (Vogelschießen, Gelage und Tanzen).

Die Mitglieder sorgten dafür, dass zugleich in der Pfarrkirche ein Hochamt mit Orgelbegleitung für die verstorbenen Mitbrüder gefeiert wurde. Während der heiligen Messe wurde seitdem von den anwesenden Bruderschafts-Mitgliedern für die Armen und die Kranken geopfert. Alljährlich wurde und wird auch seitdem (mit Ausnahmen von besonders schwierigen Zeiten) ein Schützenfest mit „Königsschießen“ bis heute gefeiert. Der König sollte ein silbernes Schild stiften, auf dem die Jahreszahl und der Name stehen soll. Den Einwohnern von Havixbeck war es in der Anfangszeit oft gar nicht möglich, ein silbernes Königsschild anfertigen zu lassen, weil sie dafür kein Geld hatten.

Dieser Umstand hat mich veranlasst, nach einer realen Möglichkeit zu suchen, den interessierten Bürgern von Havixbeck in irgend einer Form dieses zu ermöglichen, entweder durch eine Ausstellung, oder in Form eines großen und dicken Buches, das zum Durchblättern ausgelegt werden könnte, oder sogar gleichzeitig durch beide Möglichkeiten.

Zunächst mussten die einzelnen Schilder auf ihre Lesbarkeit der Texte und Bilder untersucht werden. Dieses war keine leichte Aufgabe, denn die ältesten Beschriftungen waren bis zu 300 Jahre alt. Dann wurde jedes einzelne Schild fotografiert. Die Aufgabe hat mein langjähriger Freund Oberstudienrat Heinz Lange aus Coesfeld, übernommen, der alle Fotos in mühevoller Arbeit erstellt hat und dem ich an dieser Stelle einen besonders großen Dank aussprechen möchte. Bereits in meinem Buch „Havixbeck und seine Vergangenheit“, das im Jahre 1991 erschienen ist, habe ich alle Schilder im Text und vereinzelt einige Bilder vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt hingen an den Ketten der Bruderschaft St. Dionysius bereits 175 Schilder von Schützenkönigen, doch inzwischen sind es schon weit mehr. Zählt man jetzt auch jede beschriftete Seite eines Schildes dazu, so ergibt sich eine Zahl von etwa 300. Alle diese Seiten werden in dieser Ausstellung ausnahmslos gezeigt.

Zusätzlich befindet sich hier in dieser Ausstellung auch noch eine Zeittafel, die helfen soll, die verflossenen Jahrhunderte besser wahrzunehmen).

Havixbeck, im Oktober 2007.
Reinhold Holtstiege