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Königsbunde

 

Geschichte der Männer-Bruderschaft zum heiligen Dionysius, die alten Königsketten und ihre Darstellungsmöglichkeit.

Auf diesen Seiten sind aktuelle und historische Daten sowie die Königsplaketten und damit ein Teil der Geschichte unserer St. Dionysius-Bruderschaft zu Havixbeck dargestellt.

Die Männer - Bruderschaft zum hl. Dionysius bildete sich vor sehr langer Zeit, als in ganz Europa noch die Pest wütete, zu dem Zwecke, die an dieser Krankheit verstorbenen Menschen zu beerdigen. Darum wird sie auch „Pestbruderschaft“ genannt und ist noch sehr viel älter als das hier nachgewiesene Alter von 300 Jahren. Dieses ist nur bezogen auf die in dieser Ausstellung vorhandenen Schilder der Schützenketten.
Damit die auf kirchlicher Basis tätige Gruppe für die Zukunft einen Zusammenhalt erfahren sollte, wurde später als Ausgleich ein jährliches Volksfest um die Zeit Petri und Pauli veranstaltet (Vogelschießen, Gelage und Tanzen).

Die Mitglieder sorgten dafür, dass zugleich in der Pfarrkirche ein Hochamt mit Orgelbegleitung für die verstorbenen Mitbrüder gefeiert wurde. Während der heiligen Messe wurde seitdem von den anwesenden Bruderschafts-Mitgliedern für die Armen und die Kranken geopfert.
Alljährlich wurde und wird auch seitdem (mit Ausnahmen von besonders schwierigen Zeiten) ein Schützenfest mit „Königsschießen“ bis heute gefeiert. Der König sollte ein silbernes Schild stiften, auf dem die Jahreszahl und der Name stehen soll. Den Einwohnern von Havixbeck war es in der Anfangszeit oft gar nicht möglich, ein silbernes Königsschild anfertigen zu lassen, weil sie dafür kein Geld hatten.

Zu dieser Zeit waren es anscheinend überwiegend wohlhabende Bürger, die sich ein silbernes Schild als Könige leisten konnten. Die Königsschilder sind heute sehr zuverlässige Zeitzeugen, durch die mindestens „urkundlich“ 300 Jahre des Bestehens der Dionysius- Bruderschaft zu Havixbeck nachgewiesen werden können.
Wieso kennt man diese Zeitzeugen eigentlich so wenig oder fast gar nicht? Die Schützen-Ketten werden üblicherweise an 362 Tagen eines Jahres sehr sorgfältig aufbewahrt. Nur an 3 Tagen im Jahr, also zum Schützenfest, werden diese dann hervorgeholt und jeweils dem alten oder dem neuen König umgehangen. In dieser sehr kurzen Zeit besteht daher kaum eine Gelegenheit, sich diese einmal näher anzusehen.